Wie fahrradfreundlich ist Euskirchen?

Diese Woche hat der ADFC die Ergebnisse des Fahrradklimatests 2018 veröffentlicht. Euskirchen hat in der Gruppe der Städte mit 50.000 – 100.000 Einwohner mit dem Platz 15 von 106 Städten abgeschnitten. Insgesamt hat Euskirchen die Schulnote 3,7 erreicht. Für gut bewertet wurden die Erreichbarkeit der Innenstadt, die Möglichkeit zügig durch die Stadt radeln zu können und die Wegweisungen für den Radverkehr. Ausreichend bis mangelhaft wurden die Fahrradförderung in jüngster Zeit und die Werbung für das Fahrradfahren im allgemeinen bewertet. Auch die Reinigung der Radwege, die Kontrolle von Falschparkern auf Radwegen und die Wegführung an Baustellen wurden eher negativ bewertet.
Die beste Note die für eine der Städte im Test vergeben wurde war eine 2,4 und die schlechteste eine 4. Damit liegt Euskirchen mit 3,7 notenmäßig im schlechteren Bereich, obwohl es im Gesamtvergleich der Städte gut abgeschnitten hat.
Aber seit wann ist eine 3,7 gut? In der Schule wäre das eine 3- gewesen. Damit hat man eine Klassenarbeit zwar sicher bestanden, aber ein Grund zum jubeln war es nicht. Vor allem kann man sich auf dieser Note nicht ausruhen, wenn man eine fahrradfreundliche Stadt sein möchte.
Als kleine Kreisstadt mit einem ebenen Geländeprofil lädt Euskirchen gut dazu ein im Alltag Fahrten innerhalb der Stadt mit dem Fahrrad zurückzulegen anstatt mit dem Auto. Für einmal durch die gesamte Stadt braucht man mit dem Fahrrad keine 30 min und auch die einzelnen Stadtteile sind zeitlich gut zu erreichen.
Vielleicht könnte die Euskirchen im nächsten Jahr an der Aktion “Stadtradeln” teilnehmen. In vielen anderen Städten in der Region ist dieser Wettbewerb sehr beliebt um den Radverkehr zu fördern und die MitbürgerInnen mit Spass zum Radfahren zu motivieren.
Es wäre auch toll wenn es Lastenräder zum ausleihen gäbe mit denen man, unabhängig vom Auto, kleine Transporte erledigen könnte.
Die Radservicestation am Kreishaus ist toll, doch liegt sie weit ab am Stadtrand. Eine weitere Servicestation in der Innenstadt, z.B. am alten Rathaus, wäre schön.
Eine Fahrradparkhaus am Bahnhof nach dem Vorbild der Bike and Ride Box in Erftstadt würde bestimmt einige Euskirchener Pendler, die bisher mit dem Auto zum Bahnhof fahren, auf das Fahrrad umsteigen lassen.
Es könnten noch viel mehr Fahrradfahrer auf den Euskirchener Straßen unterwegs sein. Da ist noch viel Luft nach oben.
Die Ergebnisse des Tests findet ihr unter www.fahrradklimatest.de (G.S.)

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