Tiefenökologe – Vom Wissen zum Handeln kommen

Vortrag von Christiane Kliemann

Montag, 29.04.2019 – 19 bis 21:15 Uhr – Kath. Familienbildungsstätte Euskirchen

Tiefenökologie (englisch deep ecology) ist eine ganzheitliche Umwelt- und Naturphilosophie, die ein Leben im Einklang mit der Natur anstrebt. Leitgedanke ist die Vereinigung von Denken, Gefühl, Spiritualität und Handlung. Den Herausforderungen unserer Zeit, wie Klimaveränderung, Artensterben, globale Ungerechtigkeit, Kriege, Hunger etc. fühlen sich zunehmend viele Menschen nicht gewachsen und reagieren mit Ohnmacht oder sich überforderndem Aktivismus.

Tiefenökologie bietet einen Raum, neue Denk- und Erlebensräume zu schaffen über Austausch und Diskussion, Körper- und Wahrnehmungsübungen, Aufstellung und Meditation. Diese gemeinsame Zeit widmet sich dem Prozess, der die neue Art, die Welt und uns Menschen in ihr zu sehen, unterstützt. Sie kann uns helfen, diese Sicht in unseren Lebensalltag, in unsere Arbeit zu integrieren und uns befähigen, aus dieser Kraft heraus zu handeln. Die Erfahrung mit tiefenökologischer Arbeit zeigt: die Brücke zwischen Wissen und Handeln, also zwischen Kopf und Hand, ist das Herz – in unseren oftmals verdrängten inneren Reaktionen auf den Zustand der Welt liegt der Schlüssel, um angemessen darauf reagieren zu können.

Christiane Kliemann führt theoretisch und mit praktischen Übungen in den tiefenökologischen Ansatz ein. Der Eintritt ist frei.

“Das radikalste, was wir heute tun können, ist völlig präsent zu sein gegenüber allem, was auf der Welt geschieht”
(Joanna Macy)

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Wie fahrradfreundlich ist Euskirchen?

Diese Woche hat der ADFC die Ergebnisse des Fahrradklimatests 2018 veröffentlicht.

Euskirchen hat in der Gruppe der Städte mit 50.000 – 100.000 Einwohner mit dem Platz 15 von 106 Städten abgeschnitten. Insgesamt hat Euskirchen die Schulnote 3,7 erreicht.

Für gut bewertet wurden die Erreichbarkeit der Innenstadt, die Möglichkeit zügig durch die Stadt radeln zu können und die Wegweisungen für den Radverkehr.

Ausreichend bis mangelhaft wurden die Fahrradförderung in jüngster Zeit und die Werbung für das Fahrradfahren im allgemeinen bewertet. Auch die Reinigung der Radwege, die Kontrolle von Falschparkern auf Radwegen und die Wegführung an Baustellen wurden eher negativ bewertet.

Die beste Note die für eine der Städte im Test vergeben wurde war eine 2,4 und die schlechteste eine 4.

Damit liegt Euskirchen mit 3,7 notenmäßig im schlechteren Bereich, obwohl es im Gesamtvergleich der Städte gut abgeschnitten hat.

Aber seit wann ist eine 3,7 gut? In der Schule wäre das eine 3- gewesen. Damit hat man eine Klassenarbeit zwar sicher bestanden, aber ein Grund zum jubeln war es nicht. Vor allem kann man sich auf dieser Note nicht ausruhen, wenn man eine fahrradfreundliche Stadt

sein möchte.

Als kleine Kreisstadt mit einem ebenen Geländeprofil lädt Euskirchen gut dazu ein im Alltag Fahrten innerhalb der Stadt mit dem Fahrrad zurückzulegen anstatt mit dem Auto. Für einmal durch die gesamte Stadt braucht man mit dem Fahrrad keine 30 min und auch die einzelnen Stadtteile sind zeitlich gut zu erreichen.

Vielleicht könnte die Euskirchen im nächsten Jahr an der Aktion “Stadtradeln” teilnehmen. In vielen anderen Städten in der Region ist dieser Wettbewerb sehr beliebt um den Radverkehr zu fördern und die MitbürgerInnen mit Spass zum Radfahren zu motivieren.

Es wäre auch toll wenn es Lastenräder zum ausleihen gäbe mit denen man, unabhängig vom Auto, kleine Transporte erledigen könnte.

Die Radservicestation am Kreishaus ist toll, doch liegt sie weit ab am Stadtrand. Eine weitere Servicestation in der Innenstadt, z.B. am alten Rathaus, wäre schön.

Eine Fahrradparkhaus am Bahnhof nach dem Vorbild der Bike and Ride Box in Erftstadt würde bestimmt einige Euskirchener Pendler, die bisher mit dem Auto zum Bahnhof fahren, auf das Fahrrad umsteigen lassen.

Es könnten noch viel mehr Fahrradfahrer auf den Euskirchener Straßen unterwegs sein. Da ist noch viel Luft nach oben.

Die Ergebnisse des Tests findet ihr unter www.fahrradklimatest.de

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